Fernwärmetage 2015: Zehn Jahre Fernwärmetage

10.05.2016

Von 11. bis 12. März 2015 veranstaltet der Fachverband der Gas- und Wärmeversorgungsunternehmungen zum zehnten Mal die Fernwärmetage, diesmal in Baden.

Auf die Teilnehmerinnen und Teilnehmer beim zehnjährigen Jubiläum der Fernwärmetage wartet heuer wieder ein abwechslungsreiches Programm. Von 11. bis 12. März werden im Congress Casino Baden fachlich Interessierte aus ganz Österreich erwartet, die sich sowohl über aktuelle politische Entwicklungen, als auch über innovative Projekte informieren wollen.
Mag. Michael Mock, Geschäftsführer des Gas- und Wärmeversorgungsunternehmungen, sieht Fernwärme weiter im Aufwind: „Etwa jeder fünfte Haushalt in Österreich wird heute mit sauberer Nah- oder Fernwärme beheizt. Jährlich kommen einige Tausend neue Anschlüsse hinzu. Das zeigt: die umweltfreundliche und nachhaltige Heizform liegt im Trend.“

Inhalte und Programm
Eröffnet werden die Fernwärmetage durch EVN-Vorstandsdirektor und Fachverbandsobmann-Stellvertreter Dipl.-Ing. Dr. Peter Layr.
Die bekannte Innovationsberaterin und Buchautorin Anke Meyer-Grashorn konnte als Key-Note Speakerin zum Thema „Querdenken und Neues schaffen - Innovationen jenseits altbekannter Kreativitätstechniken“ gewonnen werden.
Paul Voss, Geschäftsführer von Euroheat&Power, dem europäischen Dachverband für Fernwärme in Brüssel, wird über die Pläne von EU-Präsident Jean-Claude Juncker zur Schaffung einer Energieunion sprechen. Juncker will die europäische Energiepolitik von Grund auf reformieren, Energiequellen diversifizieren und arbeitet an der Energieunabhängigkeit der europäischen Staaten.
Der Vorsitzende der Expertengruppe für Energieeffizienz im FGW, Klaus Dorninger MBA, wird über ein weiteres brisantes Thema sprechen: „Aktuelles zum Energieeffizienzgesetz“.

Biomasse für Wärme und Kälte
Die Nutzung von Biomasse für die Fernwärme- und Naturkälteversorgung wird ebenfalls Schwerpunkt bei den Fernwärmetagen sein. So weist DI Christian Ruprechter von der EVN Wärme auf die „Naturkälte“ als umweltschonende, energieeffiziente und kostengünstige Alternative zur konventionellen Kälteerzeugung mittels Strom hin.
Auch Fernwärme aus Biomasse ist ein wichtiger Schritt hin zu mehr Nachhaltigkeit. Zu diesem Thema und über die Zukunft der Biomassefernwärme spricht Ing. Gerhard Sacher von der EVN Wärme. Bio-Fernwärme ist CO2-neutral: Es wird nur die Menge an Kohlenstoffdioxid abgegeben, die während des Wachstums eines Baumes wieder gebunden wird.
Dipl.-Ing. Dr. Lukas Kranzl von der TU Wien präsentiert die Ergebnisse seiner Studie zum regionalen Bedarf thermischer Energien. Er wird den Nutzen nachhaltiger Energiesysteme genauso erörtern wie zukünftige Ausbaumöglichkeiten in Österreich. Seine Forschungsschwerpunkte liegen sowohl in Bioenergie, Modellierung, Szenarien-Erstellung und Optimierung von Förderstrategien für erneuerbare Energieträger sowie Energieeffizienz, als auch in volkswirtschaftlichen und sozioökonomischen Analysen.

Innovationen
DI (FH) Sebastian Schuller MBA von der Salzburg AG, wird einen Betriebs- und Erfahrungsbericht zum Thema „Power2Heat“ vortragen.
Dr. Heiko Huther vom AGFW, dem deutschen Energieeffizienzverband für Wärme, Kälte und KWK, referiert über Solar District Heating und stellt dabei Grundlagen und Praxisbeispiele solarer Wärmenetze in Europa vor.
Andreas Theurer von der Wiener Netze GmbH wird in seinem Vortrag über intelligente Strom- und Wärmezähler sprechen, sogenannte Multi Utility Smart Meter, die als zukünftige Generation des digitalen Messwesens gesehen werden.
Im Rahmen der Fernwärmetage gibt es für die Besucherinnen und Besucher wie jedes Jahr reichlich Gelegenheit, sich bei der Industrieausstellung mit den neuesten Innovationen und Lösungen der Branche vertraut zu machen.

 

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